Psychologische Beratung für Familien  


Viel häufiger als ganze Familien kommen Einzelpersonen zur Psychologischen Beratung oder in die Therapie. In den Gesprächen wird dann oft deutlich, dass das Belastetsein der Person mit ihren Beziehungen zu anderen, meist nahe stehenden Menschen zu tun hat. Und umgekehrt kann eine ganze Familie unter der Erkrankung eines Angehörigen leiden.

Insbesondere wenn Kinder psychisch belastet oder in ihrem Verhalten auffällig sind (hyperaktiv, magersüchtig, depressiv o.ä.), fühlen sich die Eltern mit betroffen, leiden mit, fragen sich nach ihrer Verantwortung. Und Geschwisterkinder geraten vielleicht in die Rolle des starken, gesunden Kindes, das scheinbar weniger Aufmerksamkeit braucht als die Schwester, die sich selbst mit Messern verletzt oder der Bruder, der die Schule verweigert. Immer wenn auch andere Familienmitglieder durch die Erkrankung oder psychische Störung eines Angehörigen mitbetroffen sind und die Beziehungen untereinander belastet sind, ist es hilfreich, als Familie psychologische Beratung aufzusuchen.

Ebenso hat es Auswirkungen auf die ganze Familie, wenn sich zwei Familienmitglieder zerstritten haben. Wenn Vater und Sohn kaum mehr mit einander reden, leiden oftmals die übrigen Angehörigen mit. Wenn die erwachsene Tochter sich nicht von der Mutter lösen kann, beeinträchtigt das auch die Beziehung zwischen den Eltern. Die Familie ist wie ein Mobile, in dem sich alle Teile bewegen, wenn nur eines oder zwei angestoßen werden.

In der psychologischen Beratung von Familien kann an vielen Stellen angesetzt werden, um Veränderungen im Befinden Einzelner und in den Beziehungen unter einander zu bewirken. Das ist der große Vorteil gegenüber einer Einzelberatung oder Einzeltherapie. Ziel ist, dass jeder mit seinen Bedürfnissen gehört und verstanden wird von seinen Angehörigen und dass belastende Verhaltensmuster im Alltag verändert werden.

 

 
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